Wednesday, August 3. 2016
Ich würde gerne ein Wagnis eingehen und mein Auto gegen ein neues, mit Erdgas betriebenes tauschen. Während diese Antriebsart bisher vor allem von gewerblichen (Groß-)Kfz her bekannt ist, gibt es immer mehr Fahrzeugmodelle für den privaten Bedarf. Die ökologischen Vorteile sind bekannt, es müssen einfach Akzeptanz, Wissen, Angebot und Infrastruktur noch weiter ausgebaut werden. Ich würde es durchaus auf mich nehmen, dass in meiner Umgebung Erdgastankstellen erst in Abständen von ~50 km verteilt sind. (Elektrofahrzeuge mit höherer als der derzeitigen Laufleistung pro Akkuladung brauchen noch etwas Zeit.)
Eine Wohnung hat gegenüber einem privaten Bauvorhaben Vor- und Nachteile. Einer der Nachteile ist, dass man Fahrzeuge mit alternativem Antrieb eventuell nicht einfach so anschaffen kann: Oft ist die Nutzung der hauseigenen Tiefgarage für gasbetriebene Fahrzeuge verboten, oder es steht für Elektrofahrzeuge schlicht keine Ladesäule zur Verfügung. Zwar haben sich gesetzliche Bestimmungen in Bezug auf Erdgasfahrzeuge verbessert, aber Hauseigentümer gehen trotzdem lieber kein extra Risiko ein.
Ich gebe hier mal meinen Maildialog mit unserer Genossenschaft wieder:
Betrifft: Garagennutzung durch Erdgasfahrzeuge
Meine Frage betrifft die Beschilderung an unserer Garageneinfahrt, wonach die Einfahrt für gasbetriebene Kfz verboten ist. Wodurch ist dieser Umstand bedingt? Ich habe nämlich die Anschaffung eines erdgasbetriebenen Kfz überlegt, aber das wäre so dann hinfällig. Ich habe mich allerdings informiert, dass in NÖ die Nutzung von Tiefgaragen durch Erdgasfahrzeuge prinzipiell gesetzlich erlaubt ist und die Verbote ursprünglich Autogas (Flüssiggas) betrafen, welches schwerer ist als Luft, im Gegensatz zu Erdgas.
Ist die Nutzung unserer Garage durch Erdgasfahrzeuge gestattet?
Dies war die Antwort:
Es ist richtig, dass die NÖ Bauordnung die Einfahrt von Erdgasautos nicht dezidiert verbietet. Technisch ist es so, dass man zwar die erdgasbetriebenen Fahrzeuge nicht so „gefährlich“ wie Flüssiggasautos qualifiziert, allerdings wurde uns von der zuständigen Baupolizei mitgeteilt, dass auch bei den Erdgasautos Gasansammlungen in Bodennähe bei einem allfälligen Austritt möglich sind. Es wird daher empfohlen, die Zufahrt – wenn überhaupt – nur dann zu gestatten, wenn die Gase ausreichend in den Außenbereich entweichen können. Die örtl. Zwangsentlüftung darf dafür nicht herangezogen werden, weil der Ventilatormotor eine Zündquelle ist. Da die Haftung im Ernstfall beim Gebäudeeigentümer liegt, können wir daher einer Einfahrt nicht zustimmen.
Tja, das war’s dann wohl. Ich muss die vertraglichen Nutzungsbedingungen nun mal akzeptieren. Wenn der Betreiber die Nutzung z.B. nur für rote Porsche gestattet, dann habe ich das so hinzunehmen. Oder doch nicht? Eine Frage habe ich noch nachgeworfen, weil ich die gesetzlichen Begründungen verstehen will: Warum sind die geschilderten Sachverhalte bei Ottomotoren eigentlich kein Problem, obwohl hier die gleiche Gefährdung durch entzündliche Gase vorliegt? Hier liegt die Entzündungstemperatur offenbar sogar niedriger, und Benzingase sind schwerer als Methan.
Ich wollte da erst Ruhe geben, sobald ich das verstehe, also habe ich mir die Meinung eines Juristen meines Automobilclubs angehört: Solche Probleme sind ihnen bekannt – es geht sogar soweit, dass teilweise Elektrofahrzeugen wegen der u.U. beim Laden des Akkus auftretenden Emissionen die Garagennutzung untersagt wird. Es ist gegen allfällige Willkür des Hauseigentümers kein Kraut gewachsen, Physik und Statistik hin oder her – eventuell steht sogar ein Passus in der Baubewilligung. Es wird noch Jahre dauern, bis die Garagennutzung durch Fahrzeuge mit alternativen Antrieben in Neubauten gestattet werden muss. Die Nachrüstung von bestehenden Bauten wird allerdings schlicht nicht erfolgen, zumal diese Maßnahmen zur Gefahrenabwehr u.U. ohnehin nicht nötig wären. (Feuerwehr kann mit Erdgasfahrzeugen näher zum Brandherd vorfahren, my ass!) Eigentlich ist das ziemlich frustrierend.
Ich könnte natürlich das Risiko komplett auf mich nehmen und das Verbot ignorieren. Den K(r)ampf will ich mir aber nicht antun. Bleibt also noch der Hausbau. 
Randnotiz: Das ins Auge gefasste Modell Škoda Octavia Combi ist in der Erdgasvariante allerdings ohnehin ein Hybrid aus Benzin (50 ℓ) und Erdgas (15 kg) mit resultierenden 81 kW Motorleistung. Dieses „Beste aus zwei Welten“ ist allerdings fairerweise eher das Schlechtere aus zwei Welten, weil schlicht ein technischer Kompromiss gepaart mit höherem Eigengewicht und geringerem Kofferraumvolumen. Die 96 Gramm CO2 pro Kilometer bei Erdgasbetrieb werden vom reinen Ottomotor-Modell (85 kW) mit 105 g/km nur minimal übertrumpft. Diese Hybridlösung ist also eher eine Absicherung gegen schlechtere Zeiten, in denen zwei Optionen besser sind als nur eine.
Tuesday, July 14. 2015
14.07.2015, 20:48 Uhr, 47 cm, 2.685 g.
Unsere Nummer 2 ist unsere Nummer 1!  
Update: Babygalerie
Monday, March 30. 2015
Bzgl. Netzzugang kommt langsam das Mobilnetz ins Spiel: Die A1 Telekom öffnet nun 4G/LTE für alle, allerdings nur von der Netzfrequenz her und ggf. mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung je nach Tarif. Ich habe an meinem ländlichen Wohnort auf 4G gestern 20 Mbps Downstream/2 Mbps Up gemessen, was ganz OK ist und über meiner ursprünglichen Annahme von 10 Down liegt. Mir nützen diverse Geschwindigkeitsoptionen oder -fortschritte aber genau garnichts, solange ich entlang meiner Bahnstrecke oder hinter den Mauern meines Arbeitgebers in der Wiener Innenstadt(!) überhaupt um Internetzempfang kämpfen muss. (Und die ÖBB putzt sich in der WLAN-Diskussion ausgerechnet an 4G/5G ab.) So fad, dass ich YouTube schauen muss, ist mir zum Glück selten.
A1 hatte für mich Juli bis Oktober 2014 wegen eines Smartphone-Kaufs die LTE-Option gratis aktiviert. Ich war wirklich öfter auf 4G aktiv, und es war ziemlich flott, einmal ~30 Mbps Upstream! Nach Auslaufen der Option habe ich sie nicht vermisst. Problematisch ist zudem eine nötige Preissteigerung im doppelten Sinn: Mehr Speed verlangt eigentlich auch nach mehr Volumen. Ich möchte mit meinen 2 GB/Monat, die ich seit 2011 habe, noch längere Zeit Auslangen finden.
Ach ja, und das Glasfaser Power 30 Paket erhöht sich von 9,90 auf 12,90 €/Monat.
Tuesday, October 15. 2013
Ein Nachtrag fürs Protokoll: Ich bin seit Jahresanfang auf GigaSpeed 30 (30 Mbps Downstream/4 Mbps Up) der A1 Telekom, deren Produktreihe sich mittlerweile auf Glasfaser Speed Power umbenannt hat. Hauptgrund für das „vorgezogene“ Upgrade vom 16er-Blech äh Paket (16 Down/1 Up) war der Upstream, der für mich angesichts des langsamen Einschleichens von Cloud-Speichern in den elektronischen Alltag relevant geworden war.
Mit dem Preisverfall deren 30er-Pakets von 14,90 auf 9,90 €/M Mitte 2012 war plötzlich die Verfügbarkeit an meinem ländlichen Wohnort nicht mehr gegeben, obwohl das Paket mir offensichtlich vor drei Jahren zur Auswahl stand. Ich lauerte in den Monaten danach auf die Wiederverfügbarkeit, und tatsächlich, im November tauchte es wieder auf. Der Bestellvorgang ermittelte dann allerdings doch Nichtverfügbarkeit. Erst im Februar war mir die tatsächliche Bestellung möglich.
Das Modem hat sich auf 22,5 Mbps Downstream und 3,1 Mbps Upstream eingependelt. Die Gesamtkosten belaufen sich übrigens auf annehmbare 31,05 €/M (mit 19,90 für das Basispaket und €15÷12 Pauschale).
In gewissem Sinne sind das „drei Schritte vor, zwei zurück“: Zwar steigerte sich der Upstream von 1 auf 3 Mbps, doch werden aufgrund demnächst verdoppelter Pixelzahl meine RAW-Fotos doppelt so groß.
Monday, September 19. 2011
SCOTTY mobil, den mobilen Reiseplaner der ÖBB, gibt’s jetzt auch offiziell für Android!
Endlich! Nach dem, dem, dem und dem wurde das auch Zeit! Und die App funktioniert sogar sehr gut, hat ein interessantes Zeitauswahl-UI und macht Echtzeitdaten abrufbar.
Monday, January 31. 2011
Nach einer ersten Auflistung einiger Möglichkeiten im April 2010 und einem Follow-Up im Juni mache ich hier nun weitere aktuelle Ergänzungen und erstelle einen Überblick, zumal immer wieder Leute zu dem Thema hier „aufschlagen“ (z.B. in den Kommentaren oder per einschlägiger Websuche). Die unten angeführte Liste ist nach meiner persönlichen Präferenz gereiht, gemäß folgender Anforderungen:
- Daten aus erster Hand, d.h. möglichst keine halblegalen Apps von Drittanbietern (die z.B. einfach Webseiten parsen und deshalb irgendwann einfach nicht mehr funktionieren)
- Offline Nutzbarkeit: Speicherung von Zugverbindungsdaten zwischen 2 Stationen (Uhrzeiten, Umstiege, etc.)
- Aktuelle Zugverspätungen abrufbar
Hier nun meine Lösungen:
- SCOTTY mobil: Ja, auf Platz 1 landet bei mir die App, die es offiziell garnicht (für Android) gibt, aber per J2ME Runner betrieben werden kann. Die Liste der offiziell unterstützten Mobiltelefone liest sich wie eine Zeitreise in die Nuller Jahre. Dennoch erfüllt diese App alle oben genannten Bedingungen, auch wenn sie sich auf einem Touchscreen mit Wurstfingern eher schlecht bedienen lässt; das war ja nie vorgesehen, damals. Und die ÖBB wird wohl auch ziemlich sicher niemals einen Nachfolger präsentieren. Denn den dürfte sie offenbar in der auf Platz 3 genannten App Quando sehen. Die GPS-Ortung funktioniert übrigens nicht, wenn SCOTTY so betrieben wird.
- DB Navigator: Die Überraschung schlechthin erlebte ich mit dem Tipp für die App der Deutschen Bahn. Das ist offenbar die einzige echte Android-App, die (scheinbar wegen entsprechender Verträge) die Daten der ÖBB aus erster Hand gewinnt. Sie erfüllt alle oben genannten Bedingungen. Damit kann man zwar sogar Zugtickets kaufen, glaube aber kaum, dass die dann auch für rein innerösterreichische Zugverbindungen gültig sind.
- Quando hatte ich bereits zu einem Zeitpunkt erwähnt, als es noch keine Android-Version davon gab; diese kam Anfang September nach. Sie erfüllt immerhin die erste Bedingung, handelt es sich doch um die offizielle App des VOR, dessen Netz allerdings nur den Osten Österreichs (um Wien) abdeckt. Sie war anfangs so schlecht benutzbar, dass sie sich bei vielen Nutzern dauerhaft disqualifiziert hat. Im Market findet man auch unzählige Protestbewertungen, die die ÖBB dazu ermuntern sollen, ihre Daten doch für Google Maps frei verfügbar zu machen – der zweite Faktor, bei dem die Österreicher den Deutschen nicht nachkommen. Ansonsten ist es für Abfahrtstafeln und GPS-Ortung ganz gut nutzbar. Verspätungen sind keine abrufbar.
- Öffi: Hier beginnen wir nun mit den Drittanbietern. Diese App hat sich dadurch bei mir hervorgetan, dass der Entwickler sehr viele, ja fast täglich inkrementelle Updates zur Verfügung stellt, die immer wieder nachbessern bzw. immer weitere Gebiete Europas abdecken. Die grafische Umsetzung von Abfahrtstafeln ist gelungen, auch gibt es eine GPS-Ortung, allerdings keine Verspätungsdaten (und wohl auch keine „Realdaten“, sondern nur den Plan – Zugausfälle z.B. wären nicht sichtbar!).
- FahrplanAT/TimetableAT: Hatte ich schon erwähnt, parst offenbar Webseiten und funktioniert nicht immer. Keine Verspätungsdaten.
- Abfahrtsmonitor: Diesen Tipp bekam ich direkt vom Entwickler. Auch er beklagt die Abwesenheit eines APIs von den ÖBB und muss selbst Webseiten parsen. Ein Test dieser noch sehr jungen App steht meinerseits noch aus.
- Fahrplan Österreich: Kenne ich nicht, hat hässliche Werbeeinblendungen und schlechte Kritiken, werde ich auch nicht testen.
- Webbrowser: Damit auch dieser erwähnt ist. Immerhin erfüllt diese Variante die Bedingungen 1 und 3.
Zum Schluss sei noch auf eine Speziallösung hingewiesen: Offizielle RSS-Feeds über Betriebsstörungen. Ja, diese Feeds gibt es, und sie sind gut versteckt, aber via ÖBB-Streckeninformation zu finden. Sie würden sich gut z.B. in einem RSS-Widget machen.
[Update 01.02.] Ein Twitter-User hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es offenbar im 2. Quartal eine Android-App von den ÖBB geben soll. Dies geht aus einem Kommentar auf der Facebook-Seite der ÖBB vom 5. Jänner hervor.
Thursday, September 9. 2010
Ich habe nun wieder meinen von früher lieb gewonnenen Downstream von 16 Mbit/s und Upstream von 1 Mbit/s – und das außerhalb des Ballungsraums. Eher durch Zufall bin ich draufgekommen, dass es sowas wie VDSL gibt, noch dazu in Österreich, und noch dazu ausschließlich von der Telekom, für die ich mich letztlich entschieden hatte. Fast zwei Jahre lang fuhr ich ja auf 6 Mbit/512 kbit, was eigentlich für mich ganz OK war, abgesehen vom schneckenden Upstream bei Foto-Uploads oder Mail-Attachments. Nun habe ich mit deren GigaSpeed 16 also wieder meine „1-fache“ Geschwindigkeit, ohne auf Alternativtechnologien wie TV-Kabel oder Funk ausgewichen zu sein. Bei SpeedTest.net konnte ich 10–11 Mbit (max. 12,5 Mbit) Downstream messen, während der Upstream recht gut mit bis zu 0,96 Mbit ausgereizt wird; beides also praktisch eine Verdoppelung.
Es wäre sogar das GigaSpeed 30 mit 30 Mbit/3 Mbit möglich gewesen, wäre aber zu viel des Guten für meine Verhältnisse. Warten wir erstmal ein paar Jahre ab, bis des Sohnes Ansprüche größer werden. 
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